Ankündigung Tagung “Recht gläubig?” vom 13. bis 15. September 2018

 

Recht gläubig?

Kulturwissenschaftliche Perspektiven auf das Verhältnis von Religion und rechtlicher Normierung im Alltag

4. Tagung der Kommission für Religiosität & Spiritualität
13. – 15. September 2018, JGU Mainz Fakultätssaal FB 05 / Jakob-Welder-Weg 18
Die Tagung ist öffentlich

Veranstalter:
Jun.-Prof. Dr. Mirko Uhlig (uhlig@uni-mainz.de) 
& Dominique Conte M.A. (conte@uni-mainz.de)
Institut für Film-, Theater- und empirische Kulturwissenschaft
Fach Kulturanthropologie / Volkskunde

In welcher Weise prägen Doktrinen islamischer Orthodoxie, wie etwa das Schächten, die konkreten Lebenswelten in Deutschland? Welche soziokulturellen Faktoren bedingen, dass bestimmte Vorstellungen und Lebensweisen gesellschaftlich anerkannt sind, andere hingegen marginalisiert und diffamiert werden? Kann das Gesetz eine Form von Religion sein – oder ist gar Religion Gesetz?

Diese und weitere Fragen zum Spannungsverhältnis von Religiosität und Recht im Alltag stehen im Zentrum der Tagung Recht gläubig?, die vom 13. bis zum 15. September 2018 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz stattfindet. Namhafte Forscherinnen und Forscher sowie Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus unterschiedlichen kultur- und geisteswissenschaftlichen Disziplinen präsentieren erste Ergebnisse aus laufenden Forschungsprojekten (wie etwa dem Sonderforschungsbereich 923 Bedrohte Ordnungen der Universität Tübingen oder dem in Mainz angesiedelten BMBF-Projekt zum Thema Dschihadismus im Internet). Anhand konkreter Fallbeispiele aus Vergangenheit wie Gegenwart wird den Bezugs- und Spannungsfeldern von institutionalisierten geltenden Rechten, also staatlichen, überstaatlichen, kirchlichen, religionsspezifischen Gesetzen und deren Auslegungen sowie lokalen Vorstellungen von Recht und Rechtsempfinden und religiösen beziehungsweise spirituellen Praktiken nachgegangen.

Die interdisziplinär ausgerichtete Tagung Recht gläubig? ist die 4. Tagung der Kommission für Religiosität und Spiritualität in der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde (dgv). Seit ihrer Gründung im Jahr 2011 verfolgt die Kommission einerseits das Ziel, die kulturwissenschaftliche Erforschung religiöser beziehungsweise spiritueller Phänomene in Vergangenheit und Gegenwart zu fördern. Andererseits soll der Austausch zwischen Vertreterinnen und Vertretern unterschiedlicher Disziplinen, die mit dem genannten Forschungsgegenstand befasst sind, intensiviert und etwaiges fächerübergreifendes Zusammenarbeiten ermöglicht werden.

Die Veranstaltung wird mit freundlicher Unterstützung der Gesellschaft für Volkskunde in Rheinland-Pfalz e.V., vom Fach Kulturanthropologie/Volkskunde des Instituts für Film-, Theater- und empirische Kulturwissenschaft, des Zentrums für interdisziplinäre Forensik (ZiF) sowie der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde (dgv) ausgerichtet.

Die Tagung ist öffentlich, ein Tagungsbeitrag wird nicht erhoben.
Um eine unverbindliche Anmeldung bis zum 7. September 2018 wird gebeten.

Es gibt noch keine Kommentare. Einen Kommentar schreiben:

Zu diesem Eintrag sind keine Kommentare möglich..