#Happytobleed?! Bilder, Vorstellungen und Umgangsweisen mit Menstruation und Monatshygiene

Das Fach Kulturanthropologie/Volkskunde an der JGU Mainz lädt ein zum Gastvortrag von Prof. Dr. Sabine Zinn-Thomas (Stuttgart).

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 15. Januar 2020, in der Zeit von 14 bis 16 Uhr im Hörsaal P2 (Philosophicum) im Rahmen der Vorlesung über „Medizinische Anthropologie“ statt. Gäste sind herzlich willkommen!

Der gesellschaftliche Diskurs zu Menstruation und Monatshygiene ist eng verbunden mit den Debatten über Feminismus, Frauengesundheit, körperlichem Erleben und aktuell der Besteuerung von sogenannten Luxusartikeln wie der „tampon tax“. Eine besondere Rolle wird dabei der Auseinandersetzung mit dem „Menstruationstabu“ bzw. mit Unreinheitsvorstellungen zugeschrieben, was zu einem „verhuschten Umgang“ mit einem als natürlich apostrophierten körperlichen Vorgang geführt habe. Zum neuen menstruellen Selbstbewußtsein hingegen zählt es, nicht nur sprachlich auf Umschreibungen der Menstruation zu verzichten, sondern diese öffentlich zu machen um damit Aufmerksamkeit zu erzielen wie etwa Kira Gandhi, die beim London Marathon auf Hygieneartikel verzichtete und mit einem Blutfleck zwischen den Beinen lief. Der Vortrag bietet neben einem kulturhistorischen Einblick in Vorstellungen und Deutungen der Menstruation auch eine Auseinandersetzung mit Aspekten weiblicher Körperwahrnehmung und Körpererleben vor dem Hintergrund aktueller Diskussionen.

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