2017

 

Nachdem schon im Jahr 2016 die Publikationstätigkeiten der Gesellschaft außerordentlich groß waren, setzte sich dieses Engagement 2017 mit der Herausgabe von zwei Dissertationen und einem umfangreichen Zeitschriftenband fort. In der Reihe „Mainzer Beiträge zur Kulturanthropologie/Volkskunde“ konnten die Arbeiten von Anne-Christin Lux und Sandra Keßler veröffentlicht werden, im Mittelpunkt des 32. Jahrgangs der Zeitschrift standen die Ergebnisses des Großen Masterprojektes über „Mainz ‘68“. Von den 17 Studierenden, die unter der Leitung von Dr. Thomas Schneider und Univ.-Prof. Dr. Michael Simon an diesem Vorhaben beteiligt waren, wurden insgesamt 19 Zeitzeugen befragt, die am Ausgang der 60er-Jahre den studentischen Protest an der Johannes Gutenberg-Universität miterlebt hatten und bei den lebensgeschichtlich ausgerichteten Befragungen ausführlich darüber berichteten. Zeugnisse aus unterschiedlichen Archiven wie dem der Universität, des SWR oder des Fastnachtsarchivs rundeten die Recherche zu diesem Projekt ab, dessen Erträge im besagten Jahrgangsband auf 250 Seiten zur Darstellung kamen.

Unter dem Eindruck, dass diese Ausgabe unserer Zeitschrift an der Mainzer Universität und in der Stadt auf ein besonderes Interesse stoßen könnte, wurde am 6. Mai im Anschluss an die ordentliche Mitgliederversammlung der Gesellschaft eine öffentliche Präsentation der Forschungsergebnisse organisiert. Bei dieser Gelegenheit konnte nicht nur die gedruckte Zeitschrift fristgerecht vorgelegt werden, sondern ihre Inhalte wurden zudem in einer dichten Folge von Kurzvorträgen vorgestellt und mit musikalischen Beiträgen aus der Zeit der Studentenbewegung untermalt. Aus der Mainzer Musikszene der damaligen Zeit war es gelungen, Herrn Uli Holzhausen, Herrn Matthias Lessmeister und Herrn Manolo Lohnes für diesen Nachmittag zu gewinnen. Diese Veranstaltung wird den Teilnehmenden sicherlich in guter Erinnerung bleiben, da sie außerordentlich gut besucht war und ein abwechslungsreiches Programm bot. Die für den Herbst geplante Exkursion der Gesellschaft musste leider auf das kommende Jahr verschoben werden.