2019

 

In diesem Jahr hatte die Gesellschaft zur Mitgliederversammlung am 9. Februar ins Philosophicum der Universität Mainz eingeladen. Geboten wurde den Teilnehmenden neben der vereinsüblichen Aussprache ein Vortrag von Dr. Martina Schindelka, die unter dem Titel „Royale Liebe und Papst Franziskus. ‚ZDFzeit‘ – zwischen Mainstream und Relevanz“ über ihre langjährige Tätigkeit als promovierte Kulturanthropologin beim ZDF referierte. Im Anschluss an diese Veranstaltung fand noch die Präsentation der jüngsten Buchpublikation der Gesellschaft statt. Zur Jahreswende war die Dissertation von Jonathan Roth als Band 17 der „Mainzer Beiträge zur Kulturanthropologie/Volkskunde“ erschienen und konnte der Öffentlichkeit bei dieser Gelegenheit mit einem Kurzvortrag des Autors über die wichtigsten Ergebnisse seiner Untersuchungen „An der Basis der Politik“ vorgestellt werden.

Im Mai folgte die Tagung „Echolot Heimat. Erkundungen in einer Gefühlswelt der Gegenwart“, die in diesem Jahr den Auftakt des Kultursommers Rheinland-Pfalz bildete und deren Durchführung an der Universität Mainz von der Gesellschaft unterstützt wurde. Neben wissenschaftlichen Vorträgen erwartete die Teilnehmenden am 17. und 18. Mai ein äußerst vielfältiges Programm mit zwei Podiumsdiskussionen, zwei Performances, einer Mundartrezitation, einer Lesung und kleinen Filmvorführungen zum Thema „Heimat“.

Auch auf die übliche Exkursion musste in diesem Jahr niemand verzichten. Mit dem Zug ging es am 6. Juli von Mainz nach Boppard, wo das Museum in der Kurfürstlichen Burg mit der Thonet-Sammlung besichtigt wurde und sich ein Rundgang durch die Stadt anschloss. Passend zum Exkursionsziel hatte sich unser Vereinsmitglied Dr. Sandra Linz bereit erklärt, bei dieser Gelegenheit einige Ergebnisse aus ihrer 2017 abgeschlossenen Dissertation über das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal vorzutragen (online publiziert unter: https://publications.ub.uni-mainz.de/theses/volltexte/2019/100003047/pdf/100003047.pdf). Inhaltlich war diese Fahrt von Dr. Wolfgang Fritzsche vorbereitet worden, der freundlicherweise auch die sachkundige Führung vor Ort übernahm.

Nach der Publikationsflut im letzten Jahr erschien 2019 weder eine Ausgabe der Zeitschrift noch ein Band in den „Mainzer Beiträgen“. Für die Buchreihe wurden die Arbeiten an drei bevorstehenden Publikationen fortgesetzt, zu denen neben zwei Sammelbänden mit den Beiträgen von Tagungen des letzten Jahres („Recht gläubig? Kulturwissenschaftliche Perspektiven auf das Verhältnis von Religion und rechtlicher Normierung im Alltag“ und „Audiovisionen des Alltags – Quellenwert und mediale Weiternutzung“) die Dissertation von Dr. Johanne Lefeldt gehört. Sie wird 2020 unter dem Titel „Alltag in Vielfalt. Eine ethnografische Studie in Brooklyn“ erhältlich sein. Die Veröffentlichung des 34. Jahrgangs der Zeitschrift (2019) wurde auf das Jahr 2020 verschoben, in dem ein umfänglicher Doppelband (34./35. Jahrgang) im erweiterten Format über den Mainzer Fotografen Viktor Brüchert und seine Arbeiten aus den Jahren von 1960 bis 1980 herauskommen wird. Zusätzlich zu den bisherigen Veröffentlichungsreihen der Gesellschaft wurde 2019 für die in den letzten Jahren wieder aufgenommene Dokumentarfilmarbeit der Mainzer Kulturanthropologie/Volkskunde eine DVD-Serie begründet, in der bislang zwei Filme erschienen sind: „‚Lass Dir die Fremde zur Heimat, aber die Heimat nie zur Fremde werden!‘ 62 Jahre St. Anna-Fest in Mähring –eine filmische Begegnung“ und „Das Private ist politisch. Erinnerungen an 1968. Ein filmisches Experiment zur Medien- und Quellenkonvergenz“. Beide Filme können über die Gesellschaft bezogen werden.

Bilder von der Buchpräsentation am 9. Februar, der Heimat-Tagung am 17. Mai sowie der Jahresfahrt am 6. Juli (unser Dank gilt Klaus Euteneuer, Hildegard Ginzler und Dr. Gisela Niggemann-Simon für die zur Verfügung gestellten Bilder):