Sinnentwürfe in prekären Lebenslagen

Sinnentwürfe in prekären Lebenslagen

Inhaltsverzeichnis
Mainzer Beiträge zur Kulturanthropologie / Volkskunde, Band 9

Mirko Uhlig, Michael Simon, Johanne Lefeldt (Hrsg.)
Sinnentwürfe in prekären Lebenslagen. Interdisziplinäre Blicke auf heterodoxe Phänomene des Heilens und ihre Funktionen im Alltag
Münster/New York/München /Berlin 2015. 240 Seiten broschiert
ISBN 978-3-8309-3205-5
Preis: € 29,90
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Prekäre Lebenslagen wie seelisches Leid, körperliche Krankheit oder die Konfrontation mit dem Tod befördern für viele Menschen eine kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlich vorgegebenen Deutungsangeboten und lassen sie nach alternativen Sinnentwürfen suchen. Gerade im Bereich der modernen Medizin sind solche Konfrontationen zwischen akademischem Wissen, überlieferten Ordnungen und individuellen Lösungsansätzen in großer Deutlichkeit wahrzunehmen. Ihnen galt das Interesse einer interdisziplinären Tagung an der Universität Mainz im September 2013, bei der die Suche des Menschen nach Heil und Heilung in die Mitte der Betrachtungen rückte. Es ging in ausgewählten Beiträgen darum nachzuvollziehen, wie aus der Sicht von Betroffenen und Akteuren in krisenhaften Situationen des menschlichen Daseins sinnvolle Handlungsentwürfe entstehen, gesellschaftlich bedingt verhandelt und umgesetzt werden. Dieser Band dokumentiert die Ergebnisse der Forschungsbemühungen mit Aufsätzen aus der Kulturanthropologie, Ethnologie, Medizingeschichte sowie aus den Psychotherapie-, Geschichts-, Kultur- und Literaturwissenschaften.

Die Texte stammen von Mita Banerjee, Dagmar Hänel, Christoph Leder, Johanne Lefeldt, Anne-Christin Lux, Florian G. Mildenberger, Martina R. Mühlbauer, Oliver Müller, Johannes Müske, Bernd Rieken, Uwe Schellinger, Michael Simon und Mirko Uhlig.

Pressestimmen

“Der Tagungsband spiegelt ein breites Spektrum an Betrachtungs- und Herangehensweisen an das Thema wider. Die Texte ergänzen sich sehr gut und ermöglichen dem Leser, auch wenn er bisher nicht zu sehr mit dem Thema befasst war, einen guten Einblick in die Vielschichtigkeit der Sinnentwürfe von Menschen, die in eine prekäre Lebenslage geraten sind.”

Kathrin Fischer in: Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde, 2016