Zukunft kleiner Gemeinden in Rheinland-Pfalz

Zukunft kleiner Gemeinden in Rheinland-Pfalz

Inhaltsverzeichnis
Studien zur Volkskultur in Rheinland-Pfalz, Band 18

Christina Niem, Thomas Schneider (Hrsg.):
Zukunft kleiner Gemeinden in Rheinland-Pfalz
Ergebnisse eines interdisziplinären Forschungsprojekts

Mainz 1995. 372 Seiten, 68 Abbildungen, 38 Karten
ISBN: 3-926052-17-1
Preis: € 20.-
Das Buch kann per Mail oder im Buchhandel bestellt werden.

Hin und wieder kommt es vor, daß ein Buch bei seinem Erscheinen “zu früh dran” ist und seine Inhalte zu diesem Zeitpunkt in ihrer Bedeutung noch nicht richtig eingeschätzt werden. Ein solches Buch liegt in Form dieses interdisziplinären Forschungsprojektes, das volkskundliche und kulturgeographische Forschungsansätze miteinander verband, um die wenig hoffnungsvolle “Zukunft Kleiner Ländlicher Gemeinden in Rheinland-Pfalz” zu untersuchen, vor. Heute würde die gleiche Studie groß angekündigt unter dem Titel des “Demographischen Niedergangs Kleiner Ländlicher Gemeinden” publizistisch verkauft. Bei seinem Erscheinen 1995 war das Themenfeld der “Demographischen Entwicklung” noch nicht eröffnet, so daß seine Ergebnisse noch nicht im öffentlichen Bewußtsein standen. In den einzelnen Kapiteln, die Themen tragen, wie z.B. “demographisch-ökonomische Strukturprobleme”, “Veränderungen lokaler Kommunikation und Interaktion” oder “Neubürger – Chancen und Probleme”, wird das bereits angedeutet, was heute schleichende Realität und zukünftige Problemlage der Kleindörfer sein wird. Raumplanerische Strukturdaten und teilweise überforderte gegensteuernde Dorfentwicklungsmaßnahmen skizzieren eine Zukunft als Problemgemeinde, die nun – 10 Jahre danach – zu dämmern beginnt. Obwohl die einzelnen Aufsätze verschiedener Themen und Autoren vieles transportieren, was aktuellen Dorfforschern bereits bekannt ist, wird gerade in der Gesamtschau die Thematik eines drohenden Niedergangs verdichtet, was diese Studie in dieser Form zur ersten wichtigen “Demographie-Studie” in Deutschland-West macht. Ihre Nominierung in unserer BestenListe soll diese “Wiederentdeckung” fördern, zu ihrem “Revival” beitragen und sie als wichtige Vorarbeit zur heutigen Demographie-Debatte würdigen.

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