Die Gesellschaft für Volkskunde in Rheinland-Pfalz

Für die Volkskunde ist das Bundesland Rheinland-Pfalz ein besonders interessantes Arbeitsfeld: unterschiedliche Gegebenheiten haben zu spezifischen Kulturformen in Pfalz und Hunsrück, Rheinhessen, Eifel, Westerwald und den Fluß- und Stromtälern geführt. In allen Landesteilen wurden und werden volkskundliche Arbeiten geleistet – an kleinen und größeren Museen, in Arbeitskreisen, immer wieder von einzelnen Forschern und vor allem an der Abteilung Kulturanthropologie/Volkskunde des Deutschen Instituts der Universität Mainz.

Lange Zeit fehlte es an einem zentralen Forum, das dem Kennenlernen der volkskundlich Interessierten und dem Austausch von Meinungen, Anregungen und Forschungsergebnissen diente. Diesem Mangel soll die Gesellschaft für Volkskunde in Rheinland-Pfalz abhelfen, die am 30. Januar 1986 in Mainz gegründet wurde. Ihr Ziel ist es, das Interesse für die wissenschaftliche Volkskunde zu stärken, volkskundliches Wissen zu verbreiten und volkskundliche Forschung zu unterstützen.

Diesen Zwecken dient in erster Linie eine Publikationsreihe, die es dem wissenschaftlichen Nachwuchs ermöglicht, Forschungsarbeiten zu veröffentlichen – das sind vor allem Dissertationen. Jedes Mitglied erhält jährlich einen Band dieser Reihe “Studien zur Volkskultur” als Jahresgabe; sollten mehrere Bände erscheinen, können sie zum Vorzugspreis erworben werden. Ebenfalls verbilligt können die Bände der “Mainzer kleinen Schriften zur Volkskultur” bezogen werden. Alle noch lieferbaren Bände können auch per E-Mail bestellt werden.
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Die regelmäßig erscheinende Zeitschrift “Volkskunde in Rheinland-Pfalz, Informationen der Gesellschaft für Volkskunde in Rheinland-Pfalz” soll den Kontakt zwischen den Mitgliedern ermöglichen, über laufende volkskundliche Arbeiten überall im Lande informieren und – ganz allgemein – mit Neuigkeiten aufwarten. Dieses Blatt erhalten die Mitglieder kostenlos (bisher sind jeweils zwei Nummern jährlich erschienen). Ausgewählte Artikel sind auch online verfügbar.
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Des weiteren finden Vorträge und – in unserem Bundesland besonders wichtig – Exkursionen statt. Dafür wünscht sich die Gesellschaft für Volkskunde zweierlei: Spenden (die als e.V. eingetragene Gesellschaft ist als gemeinnützig anerkannt, Spenden sind damit steuerlich abzugsfähig) und vor allem Mitglieder. Eingeladen sind Studierende des Faches Kulturanthropologie/Volkskunde, Heimatforscher, Museumsleiter, aber auch Institutionen wie Kommunen und Landkreise, Vereine, Museen und generell alle an Volkskunde Interessierten.
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Die aktuelle Satzung der Gesellschaft finden Sie hier.